Tropfsteinhöhle & Höhlenburg – Slowenien

Tropfsteinhöhle & Höhlenburg – Slowenien

Die Tropfsteinhöhle “Postojnska jama” stand schon lange auf der Liste unseres Slowenientrips. Sie ist mit ihrem Höhlensystem von 24 Kilometern die größte Schauhöhle in ganz Europa. Daher ist diese selbst im Winter gut besucht und wir bekamen den Tipp, nicht einfach hinzufahren, sondern vorab online unseren gewünschten Termin auszuwählen. Ziemlich ungewöhnlich, aber man sucht sich dann online schon eine Uhrzeit für die geführte Tour aus. Übrigens auch schon in der gewünschten Sprache. Wir haben uns gleich für ein Kombiticket entschieden, da wir die Höhlenburg “Predjama” auch unbedingt erkunden wollten. Diese ist nur 9 Kilometer entfernt gewesen und absolut sehenswert.

Bei einem spezielle Schalter für online Bestellungen erhielten wir dann unsere Tickets. Vor dem Eingang der Tropfsteinhöhle “Postojna” sammeln wir uns dann am mit anderen deutschsprachigen Personen zu unserer Tour. Diese beginnt mit der Fahrt in einem Zug ca. 2 Kilometer in die Höhle hinein.

Zug in der Postojnska Mama Tropfsteinhöhle

Anschließend erhalten wir umfangreiches Wissen über Tropfsteine im Allgemeinen und der “Postojna” Höhle im Speziellen durch unsere freundliche Führerin vermittelt. Die Geschichte der Höhle ist sehr beeindruckend. Seht selbst welche Schönheiten wir unter der Erde sehen durften.

Wunder in der Tropfsteinhöhle “Postojnska jama”

In der Höhle lebt zwischen 150 anderen Tierarten, der lichtscheue, niedliche Grottenolm, über den ihr auch im zugehörigen Vivarium mehr lernen könnt. Er kann bis zu 100 Jahre alt werden und sogar jahrelang ohne Nahrung auskommen. Er hat sich an das Leben in der Höhle so sehr angepasst, dass er extrem Lichtscheu und nicht pigmentiert ist. Da er Licht und Lärm hasst, sind die Besucher angehalten ruhig zu sein und ihn nicht zu stören. Leider fanden einige rücksichtslose Besucher es lustig, ihn anzuleuchten und an sein Aquarium zu klopfen.

Generell war ich sehr enttäuscht, dass Touristen aus verschiedensten Nationen sich an den schönen Orten respektlos gegenüber der Natur und anderen Menschen verhalten haben.

Grottenolm

Weihnachten in der Tropfsteinhöhle “Postojnska jama”

Zur Weihnachtszeit ist die Höhle teilweise geschmückt und es gibt zu verschiedenen Terminen auch Konzerte und Vorführungen in der Höhle. Einen kleinen Vorgeschmack haben wir für euch festgehalten.

Nachdem die Tour durch die Höhle beendet war, fuhren wir mit dem Zug wieder zurück zum Ausgang der Höhle. Mit unseren Kombitickets konnten wir direkt an der Höhle noch das bereits erwähnte Vivarium besichtigen und dort alles über das Leben in der Höhle lernen. Wir schauten uns auch noch das Expo-Gebäude an, das ist eine Art sehr modernes Museum, in dem wir auch noch mal viel über Höhlen, Gebirge und die Naturgewalten lernen konnten. Ich fand es sehr gut präsentiert und bin froh, dass wir das Museum mit dem Ticket besichtigen konnten.

Höhlenburg Predjama “Predjamski grad”

Anschließend fuhren wir weiter zur 800 Jahre alten Höhlenburg “Predjama. Sie zählt zu den 10 faszinierendsten Burgen auf der Welt. Dies ist nicht verwunderlich allein schon wegen der perfekten Integration der Burg in auf der Höhe von 123 Meter in der fast senkrechten Felswand. Im Mittelalter war sie so nicht einzunehmen. Dort angekommen, war die größte Herausforderung einen Parkplatz zu finden. Die Burg liegt in einem kleinen Dorf und die Parkplätze sind absolute Mangelware. Am Ende waren wir so verzweifelt, dass wir uns auf einen Busparkplatz gestellt haben, und hofften keinen Ärger zu bekommen. Ich will mir nicht vorstellen, wir viele Besucher in der Hauptsaison dort sein werden.

Beim Eintritt bekamen wir Audio Guides auf Deutsch und konnten mit allerlei Informationen zur Höhlenburg besichtigen.

Einmalige Erlebnisse in der Höhlenburg Predjama “Predjamski grad”

Die Burg ist nach innen so tief in die Felsen gebaut, dass man sich nicht vorstellen kann, wie lange damals daran gebaut wurde. Es gibt eine große Höhle unter der Burg, ebenso “hinter” der Burg im Felsen, abgesehen von “richtigen” Räumen, in denen man vor Angriffen denkbar sicher war. Wir konnten dort originale Steingeschosse und andere Waffen aus der damaligen Zeit bestaunen. Es war eine unfassbar schöne Zeitreise und eines der außergewöhnlichsten Bauten, die ich jemals besichtigen konnte.

Das war dann auch schon die dritte Tour. Wenn ihr noch die Stationen Nummer 1: Ljubljana und Station 2: Triglav Nationalpark virtuell erkunden wollt, dann klickt einfach auf die Links.

Nächste Woche folgt dann mit Station 4 schon der letzte Part der Reise. Es wird aber nicht das letzte Mal Slowenien gewesen sein, denke ich. Das Land hat mich wirklich komplett um den Finger gewickelt und ich hoffe, ich konnte euch Slowenien auch etwas näher bringen.

Habt ihr Fragen oder Wünsche?

Eure Julia

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.